Confine e frontiera: reale und imaginäre Grenzräume zwischen Ligurien und der Provence bei Francesco Biamonti

Francesco Biamonti (1928-2001) ist eine der leisen Stimmen der italienischen Literatur. Mittelpunkt seiner Romane sind Landschaft und Natur, aber vor allem das Licht der Liguria di Ponente, der westlichsten Ecke der italienischen Halbinsel. Durch ihre Fiktionalisierung macht er nicht nur soziokulturelle und politische Wirklichkeit und Entwicklung dieser antiken italienischen Grenzregion sichtbar, sondern auch Gefühle und Sinneswahrnehmungen seiner Figuren. Der ungeliebte Küstenstreifen mit seinem rücksichtslosen Bauboom, seinen russischen Millionären, Mafia und Korruption bleibt dabei meist ausgeblendet. Biamonti ist auch ein Autor der Grenze. Die Grenzsituation an der Schwelle zwischen Italien und der Provence, der Blick hinüber nach Frankreich prägen sein gesamtes narratives Werk und das Bewusstsein seiner Figuren.

Gabriele Montaldi-Seelhorst hat lange in Mailand und Cremona gelebt, wo sie u.a. für den Feltrinelli-Verlag gearbeitet hat. An der Universität Hamburg studierte sie Italianistik, Kulturanthropologie und Psychologie. Anschließend war sie mehrere Jahre am dortigen Institut für Romanistik als Lehrbeauftragte für italienische Literatur tätig. Ihr Buch über den ligurischen Schriftsteller Francesco Biamonti ist im Peter Lang Verlag erschienen. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Datum: 
12.01.2012
Referent: 
Gabriele Montaldi-Seelhorst M.A. (Institut für Romanistik, Universität Hamburg); Einführung und Diskussionsleitung: Prof. Dr. Heinz Willi Wittschier (Universität Hamburg, Institut für Romanistik)

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